Man, die Zeit vergeht im Flug! Fast 4 Wochen sind wir nun schon zu dritt unterwegs und die Vielfalt die uns Indien ma wieder bietet ist unglaublich!!!
Zunaechst sind wir nach Shimla, einer ehemaligen Hill-Station der Englaender, gefahren. Auf 2200 Meter habe sich die Tommies im Sommer aus dem heissen Delhi gefluechtet und sich dort ein little Britain aufgebaut. Viktorianische Kirche zwischen tiefgruenenTannen, Einkaufsstrasse im englischen Stil... und das Wetter- Nebel, Nieselregen, knapp 20 Grad - hat auch super gepasst. Heutzutage ist der Ort ein Rueckzugsort fuer die Upperclass-Inder und man kann dort richtig teuer im Hotel wohnen und shoppen!
Nach dieser Exkursion sind wir nach Dharamshala gefahren, wo wir extra ein wenig mehr Zeit eingeplant hatten, um u.a. einen 2-tages Trek durchs Himalaya zu machen! Leider hat uns das Wetter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht und es hat taeglich min. 6 Stunden wie aus Kuebeln geschuettet. Noch nie hab ich so einen Regen erlebt! Also haben wir die meiste Zeit in Baghsu- ein von Israelis eingenommes Hippie-Dorf- abgehangen, gelesen, gespielt und den "German Bakeries" gefroent... Ein anderes Highlight sollte natuerlich die Besichtigung der Exilheimat des Dalai Lamas sein! Leider wurden wir da ein wenig enttaeuscht, denn bei dem 70er Jahre Klotz kommt kaum tibetisches Flair auf. Wahrscheinlich hat wohl keiner erwartet, dass man solange im Exil wohnen wird...Aber viele Moenche und Nonnen in ihren dunkelroten Kutten sind dort oben schon rumgelaufen!
Und indisch kochen koennen Clara und ich nun, naja zumindest 2 Gerichte, denn einen Vormittag haben wir einen Indisch-Kochkurs gemacht.
Auf dem Rueckweg nach Delhi haben wir noch den goldenen Tempel in Amritsar angeschaut, das Prachtstueck der riesigen Sihk- Gemeinschaft im Bundesstaat Punjab! Und die Grenzschliessungszeremonie an der Indisch-Paktistanisches Grenze haben wir noch mitgenommen. Wow, was ein Affentheater! Voellig uebertriebenes Maschieren in lustigen Uniformen auf beiden Seiten; die zahlreichen Zuschauer angespornt sich mit Hindustan- und Pakistan - Rufen zu uebertoenen. Ganz schoen strange Stimmung da. Irgendwie auch total bescheuert und lustig...
In Delhi haben wir dann Eva und Jean wieder getroffen, was total schoen war und ich konnte Clara und Arne gut zeigen, wie ich die Stadt in den 3,5 Monaten kennen gelernt hatte und vor allem die enormen Kontraste praesentieren! Hat total Spass gemacht! Haben auch nochma nen ordentlichen Monsunregen abgekommen, sodass wir die Rikscha an den Seiten mit Regenschirmen "schliessen" mussten und einmal ist der Motor so abgesoffen, dass im stroemenden Regen angeschoben werden musste...
seit 2,5 Wochen sind wir nun in Suedindien unterwegs, was wieder so sounterschiedlich zu dem, was ich bisher gesehen hatte, ist. Man merk Wohlstand, Bildung, Tourismus total: Es ist vergleichweise sauber und aufgeraeumt, weniger Armut, die MEnschen sprechen viel besser englisch und die Touri-Orte sind quasi mega-professionell! Und Flora und Fauna sind auch wiedre total anders- viel tropischer! Ueberall Palmenwaelder, Seen... Im gegensatz zum Norden haben wir hier bisher total Glueck mim Wetter und alle Leute, die uns vorher fuer verrueckt erklaert haben zu dieser Zeit nach Kerala zu fahren, haben keine Ahnung! Ab Mitte August hoert hier der Monsun verlaesslich auf! Nach der Metropolen-Erfahrung in Delhi haben wie erstma ein paar Tage in Varkala am Strand verbracht! Tagsueber schoen sonnen und lesen und abends frischen Frisch essen! Kann man sich gefallen lassen. Solange einem nich ne Graete im Hals stecken bleibt! Die musste dann naemlich in meinem Fall nach 2 Tagen von nem indischen Doc ausm Rachen gezogen werden... jaja, passieren schon komische Sachen...
Dann haben wir eine Backwater-Tour gemacht, was soviel heisst wie Hausboottour in riesiger Seenlandschaft, bei der man super das traditionelle Leben der Einheimischen dort beobachten konnte. Unvorstellbar wie wie dort zwischen Seen und ueberschwemmten Reisfeldern auf winzigen Daemmen gelebt wird und es richtige Doerfer gibt. Tempel, zahlreiche Kirche und der Verkehr geschieht einzig ueber Wasser. Selbst der Haushaltswaren-Laden schipperte in nem kleinen Kutter an uns vorbei!
Wieder an Land gings nach Kochi, eine wunderschoene Halbinsel, die sowohl von Chinesen als auch von Hollaendern und Portugiesen in der Vergangenheit eingenommen worden war und alle haben ihre spuren hinterlassen. Chinesische Fischernetze, hollaendischer Palast und Portogisisches Haendlerviertel! Alles ist vegleichweise gut in Stadt gehalten und heutzutage ist dort eine Kuenstler-Szene vertreten und ueberall gibt es schoene Kunst-Cafes wie sie z.b. in Freiburg fehlen! ;)
Nach langen ueberlagen sind wir dann noch nach Munnar gefahren, um die Teeplantagen zu besichtigen! Wir konnten uns so lange nicht entscheiden, weil wir Angst vor schlechtem Wetter in den Bergen hatten, was aber letztlich voellig unbegruendet war. Bei top Wetter und wunderbarer Ruhe durch den Kerala-weiten Generalstreik sind wir einen ganzen Tag durch die Teeplantagen gestiefelt. Wow, hier macht Geo also also seine Bilder! Echt der Hammer!
Nach einer fast 24-stuendigen Reise mit Bus und Bahn sind wir dann vorgestern in Panaji in Goa angekommen. Der Ort war entgegen den Lonely Planet Beschreibungen nicht so die Oase und nachdem wir dann von dort aus die vielen portogisischen Kirchen in Old Goa (Stadt) angeschaut hatten, sind Clara und ich weiter nach Hampi und Arne schon mal an den Strand, wo wir ihn dann am Mittwoch wieder treffen!
Mal schauen von woaus ich mich das naechste mal melde - in 2,5 Wochen bin ich ja schon wieder in good old Germany. Unvorstellbar. Aber ich freu mich auch schon!
bis dahin,
wibs





