Sonntag, 24. August 2008

Vom Regen in den Monsun


Man, die Zeit vergeht im Flug! Fast 4 Wochen sind wir nun schon zu dritt unterwegs und die Vielfalt die uns Indien ma wieder bietet ist unglaublich!!!
Zunaechst sind wir nach Shimla, einer ehemaligen Hill-Station der Englaender, gefahren. Auf 2200 Meter habe sich die Tommies im Sommer aus dem heissen Delhi gefluechtet und sich dort ein little Britain aufgebaut. Viktorianische Kirche zwischen tiefgruenenTannen, Einkaufsstrasse im englischen Stil... und das Wetter- Nebel, Nieselregen, knapp 20 Grad - hat auch super gepasst. Heutzutage ist der Ort ein Rueckzugsort fuer die Upperclass-Inder und man kann dort richtig teuer im Hotel wohnen und shoppen!
Nach dieser Exkursion sind wir nach Dharamshala gefahren, wo wir extra ein wenig mehr Zeit eingeplant hatten, um u.a. einen 2-tages Trek durchs Himalaya zu machen! Leider hat uns das Wetter einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht und es hat taeglich min. 6 Stunden wie aus Kuebeln geschuettet. Noch nie hab ich so einen Regen erlebt! Also haben wir die meiste Zeit in Baghsu- ein von Israelis eingenommes Hippie-Dorf- abgehangen, gelesen, gespielt und den "German Bakeries" gefroent... Ein anderes Highlight sollte natuerlich die Besichtigung der Exilheimat des Dalai Lamas sein! Leider wurden wir da ein wenig enttaeuscht, denn bei dem 70er Jahre Klotz kommt kaum tibetisches Flair auf. Wahrscheinlich hat wohl keiner erwartet, dass man solange im Exil wohnen wird...Aber viele Moenche und Nonnen in ihren dunkelroten Kutten sind dort oben schon rumgelaufen!
Und indisch kochen koennen Clara und ich nun, naja zumindest 2 Gerichte, denn einen Vormittag haben wir einen Indisch-Kochkurs gemacht.
Auf dem Rueckweg nach Delhi haben wir noch den goldenen Tempel in Amritsar angeschaut, das Prachtstueck der riesigen Sihk- Gemeinschaft im Bundesstaat Punjab! Und die Grenzschliessungszeremonie an der Indisch-Paktistanisches Grenze haben wir noch mitgenommen. Wow, was ein Affentheater! Voellig uebertriebenes Maschieren in lustigen Uniformen auf beiden Seiten; die zahlreichen Zuschauer angespornt sich mit Hindustan- und Pakistan - Rufen zu uebertoenen. Ganz schoen strange Stimmung da. Irgendwie auch total bescheuert und lustig...
In Delhi haben wir dann Eva und Jean wieder getroffen, was total schoen war und ich konnte Clara und Arne gut zeigen, wie ich die Stadt in den 3,5 Monaten kennen gelernt hatte und vor allem die enormen Kontraste praesentieren! Hat total Spass gemacht! Haben auch nochma nen ordentlichen Monsunregen abgekommen, sodass wir die Rikscha an den Seiten mit Regenschirmen "schliessen" mussten und einmal ist der Motor so abgesoffen, dass im stroemenden Regen angeschoben werden musste...
seit 2,5 Wochen sind wir nun in Suedindien unterwegs, was wieder so sounterschiedlich zu dem, was ich bisher gesehen hatte, ist. Man merk Wohlstand, Bildung, Tourismus total: Es ist vergleichweise sauber und aufgeraeumt, weniger Armut, die MEnschen sprechen viel besser englisch und die Touri-Orte sind quasi mega-professionell! Und Flora und Fauna sind auch wiedre total anders- viel tropischer! Ueberall Palmenwaelder, Seen... Im gegensatz zum Norden haben wir hier bisher total Glueck mim Wetter und alle Leute, die uns vorher fuer verrueckt erklaert haben zu dieser Zeit nach Kerala zu fahren, haben keine Ahnung! Ab Mitte August hoert hier der Monsun verlaesslich auf! Nach der Metropolen-Erfahrung in Delhi haben wie erstma ein paar Tage in Varkala am Strand verbracht! Tagsueber schoen sonnen und lesen und abends frischen Frisch essen! Kann man sich gefallen lassen. Solange einem nich ne Graete im Hals stecken bleibt! Die musste dann naemlich in meinem Fall nach 2 Tagen von nem indischen Doc ausm Rachen gezogen werden... jaja, passieren schon komische Sachen...
Dann haben wir eine Backwater-Tour gemacht, was soviel heisst wie Hausboottour in riesiger Seenlandschaft, bei der man super das traditionelle Leben der Einheimischen dort beobachten konnte. Unvorstellbar wie wie dort zwischen Seen und ueberschwemmten Reisfeldern auf winzigen Daemmen gelebt wird und es richtige Doerfer gibt. Tempel, zahlreiche Kirche und der Verkehr geschieht einzig ueber Wasser. Selbst der Haushaltswaren-Laden schipperte in nem kleinen Kutter an uns vorbei!
Wieder an Land gings nach Kochi, eine wunderschoene Halbinsel, die sowohl von Chinesen als auch von Hollaendern und Portugiesen in der Vergangenheit eingenommen worden war und alle haben ihre spuren hinterlassen. Chinesische Fischernetze, hollaendischer Palast und Portogisisches Haendlerviertel! Alles ist vegleichweise gut in Stadt gehalten und heutzutage ist dort eine Kuenstler-Szene vertreten und ueberall gibt es schoene Kunst-Cafes wie sie z.b. in Freiburg fehlen! ;)
Nach langen ueberlagen sind wir dann noch nach Munnar gefahren, um die Teeplantagen zu besichtigen! Wir konnten uns so lange nicht entscheiden, weil wir Angst vor schlechtem Wetter in den Bergen hatten, was aber letztlich voellig unbegruendet war. Bei top Wetter und wunderbarer Ruhe durch den Kerala-weiten Generalstreik sind wir einen ganzen Tag durch die Teeplantagen gestiefelt. Wow, hier macht Geo also also seine Bilder! Echt der Hammer!
Nach einer fast 24-stuendigen Reise mit Bus und Bahn sind wir dann vorgestern in Panaji in Goa angekommen. Der Ort war entgegen den Lonely Planet Beschreibungen nicht so die Oase und nachdem wir dann von dort aus die vielen portogisischen Kirchen in Old Goa (Stadt) angeschaut hatten, sind Clara und ich weiter nach Hampi und Arne schon mal an den Strand, wo wir ihn dann am Mittwoch wieder treffen!
Mal schauen von woaus ich mich das naechste mal melde - in 2,5 Wochen bin ich ja schon wieder in good old Germany. Unvorstellbar. Aber ich freu mich auch schon!

bis dahin,

wibs

Montag, 4. August 2008

Camel come, dinner ready








Ja, seit 2 Wochen is Arne nun hier und es macht Spass nicht mehr alleine unterwegs zu sein. ALs ich zwischenzeitlich als vermisst gemeldet wurde, war ich mit Arne in Rajasthan unterwegs, wo Email und Telefonkontakt etwas rar war. Zuerst habe ich Arne gleich noch am Tag als er ankam zu ner NAchtzugfahrt verholfen, um gleich ma richtig ins Reiseland Indien einzusteigen. Es ging nach Udaipur, die weisse Stadt Rajasthans. Wobei Stadt etwas uebertrieben is im indischen Sinne, da Udaipur lediglich knapp 400 000 EInwohner hat. Dementsprechend wars es ganz schoen ruhig und gechillt, was vor allem nach dem Tag Delhi fuer Arne sehr angenehm war. Das indische Staedtegewusel war ihm doch was zu viel. :) Mit einem gluecklichen HAendchen haben wir auch auf Anhieb ein wunderschoenes, billiges Hotel im leichten Orientstil mit Dachterasse gefunden. Dort im Schatten liessen sich dann auch die ueber 40 grad am Mittag ganz gut aushalten. Hauptattraktion in Udaipur sind die Palaeste, die unter der Herrschaft der Mogulen im 16./17. Jh. um einen kuenstlich angelegten See gebaut wurden. Leider war der Monsun dieses Jahr noch nicht ausreichend, sodass der ehemalige Sommerpalast, der mittlerweile zu einem sauteueren Hotel umfunktioniert worde ist (irgendwie muss ja der derzeitige Maharaja ja zu Kohle kommen), leider nicht in einem blau schillernden See glaenzt, sondern eher in nem gruendlichen Tuempel... Trotzdem wars noch ein wunderschoener Anblick von unserer Hotelterasse, speziell bei Sonnenuntergang. Einen Abend waren wir einer traditionellen Tanzshow, wo ein Tanzeinlage u.a. mit 10 Wasserkruegen aufm Kopf vollzogen wurden, wow.


Nach Udaipur haben wir auf dem Weg nach Jaisalmer einen kleinen Abstecher in Jodhpur gemacht, der blauen Stadt Rajasthans. Die DIREKTfahrt dorthin im Bus entpuppte sich zu 7 Stunden Stop and Go und als Megageschreie in jedem Ort, wo man noch mehr Leute in den Bus einzuladen hoffte... Indien pur- und fuer mich die Erkenntnis dass mich Indien, gerade im Vergleich mit Arne, schon einiges an Geduld gelehrt hat. Da wir gleich am naechsten Tag weiter Richtung Wueste fahren wollten und unsere Verdauung unseren Zeitplan beherrschte, haben wir in Jodhpur nur nen kurzen Blick von der Burg auf die schoene, blaue Altstadt geworfen und ansonsten nich so viel gesehen ...

Auf der Fahrt gen Pakistan nach Jaisalmer konnte man dann richtig zusehen, wie die Landschaft immer karger und steiniger wurde. Und trotzdem immer wieder kleine Doerfer und Siedlungen. Jaisalmer, die goldene Stadt, da die Gebauede dort hauptsaechlich aus gelben Sandstein genbaut wurden/werden, ist bekannt fuer sein Fort, auf einem dreieckigen Felsen errichtet, und Kamel-Safaris. Und die Kamelsafari war dann auch gleich das erste was wir in Jaisalmer fuer die naechsten 2 Tage klar machten. So gings nach einer NAcht in einem megaheissen Hotelzimmer, was einem kaum schlafen liess, morgens mit dem Jeep Richtung Wueste und Kamele los. NAch 40 min hielten wir im Niemandsland, wo wir auch gleich unseres Kameltreiber und Guide mit den 3 Kamelen trafen! Bei unserem Guide handelte es sich um einen total netten und lustigen, ca mitte 50-jaehrigen Rajasthani, der noch ganz traditionell in weisser Kurta und bunten Turban unterwegs war. Sein Englisch war zwar nicht von Grammatik gesegnet, aber dafuer dass er niemals schreiben und lesen in seiner Muttersprache und Englisch nur durch Touristen gelernt hatte, konnte wir uns gut mit ihm verstaendigen und er erklaerte uns einiges ueber seine Kultur, die Kamele und sein Leben. Als die Kamele Abends frei herumliefen, um in der kargen Umgebung zu grasen und unser Fuehrer ploetzlich komische Ruflaute von sich gab, erklaerte er mir es so viel bedeute wie: Camel come, dinner ready! Oder dass Bananen schnell matschig wurden beim Transport, wurde mit "Banana no long life, banana dead!" beschrieben. Total geil!

Mittags uns abends wurde von unserem Englisch-Master dann mitten in der Wueste bekocht und das Gemuese, der Reis und die Chapatis ( Brotfladen), alles ueberm offenen Feuer gekocht, waren richtig lecker, wenn auch etwas sandig.

Die Nacht haben wir mitten der Wueste auf einer Art Feldbett verbracht. WOW, was ein Sternenhimmel mit Sternschnuppenbombardements! Aber der WInd bliess uns auch ganz schoen den Sand um die Ohren! An naechsten morgen gabs dann zum Sonnenaufgang Chai ans Bett bevor wir uns dann nochmal fuer 4 Stunden auf unsere Kamele schwungen. So langsam wurden allerdings die Prophezeiungen war und unsere HIntern und Beine fingen an zu schmerzen von dem bumpy ride, sodass wir froh waren als wir Mittagspause an einer Art Oase machten, in der die KAmele baden gingen, die Kuehe reinpinkelten und von der die Kameltreiber und Schafshirten tranken... Das nenn ich ma nen robuste Magen! Nachmittags ritten wir nochma fuer ne Stunde bevors mim Jeep wieder zurueck nach Jaisalmer ging. Voellig platt vom reiten und der vielen Wuestensonne ging an dem Abend nich mehr viel...
Sonntags sind wir vormittags noch das Fort anschauen gegangen, was wirklich schoen und interessant war, aber es war bullig heiss und somit nicht sooo geniessbar. Die Locals meinten, dass die HItze ein Vorbote von Regen sei, was wir uns bei der Duerre und bei 45 grad kaum vorstellbar war. Doch als wir dann um 16h im NAchzug nach Delhi sassen, wurden wir eines besseren belehrt. Erst kam ein enormer Sandsturm auf und versah den gesamten Zug durch die offenen Fenster mit einer Sand-und Staubschicht und durch den vielen Sand in der Luft konnte man kaum mehr ans Ende des Abteils blicken. Ne halbe Stunde spaeter gabs dann nen heftigen Monsunregen, welcher die Staubschicht im Zug in eine Matschschicht verwandelte. Die Fenster in der untersten KLasse lassen sich nich wirklich 100% schliessen...
Total klebirg, sandig und stinkend kamen wir dann am naechsten MIttag nach 20 Stunden Zugfahrt in Delhi, in meiner alten WG an, wo uns toller Weise Eva empfing. NAch der erloesenden Dusche verbrachten wir den Rest des Tages mit ausspannen, erzaehlen von den verschiedenen Trips der letzten Wochen und McDonalds Delivery Burgern. MMH!
DIenstags kam dann Clara und zur Zeit sind wir in den Bergen in der Naehe von Dharamshala, wo der Dalai Lama im Exil wohnt. Mehr Infos folgen....
die WIBKE

Montag, 28. Juli 2008

NEPAL

16 Tage trekken im Himalaya. Mit vielen Aufs und Abs von 980m zum Thorung La Pass auf 5414m!!!!
Eigentlich wollte ich ja nur ein neues Visum fuer Indien in Kahtmandu beantragen, aber nachdem ich so viele tolle EInduecke vom Anapurna Circuit erzaehlt bekommen habe, war klar dass ich meinen Aufenthalt in Nepal von 1 auf 4 Wochen ausdehnen werde! Und es hat sich sowas von gelohnt. Nepal ist so unterschiedlich zu Indien und wirklich eine tolle Abwechslung. Die Leuten sind viel, viel ruhiger und zurueckhaltender als in Indien und vor allem auf dem Trek bin durch wunderschoenen, traditionellen Doerfern und unglaublich schoenen Landschaften maschiert. Die steilen Haenge des Himalayas sind alle mit Reisfeldern uebersaet und man kann beobachten welch harten Job man als Reisbauer fuehrt. Jeden Tag bin ich 6-8 Stunden gewandert und von Tag zu Tag wurde die Landschaft karger und steiniger. Und trotzdem wurde man immer wieder ueberrascht und so gabs z.b. auf 2700m, 5 Tge Fussmarsch von der letzten befahrbaren Strasse entfernt noch Internet! Uebernachtet haben wir, mein nepalesischer Guide und ich, immer in suessen kleinen Guesthaeusern, wo man auch die einfache nepalesische Bergkueche geniessen konnte! Hightlight des Trips war dann die Ueberquerung des 5414m hohen Thorung La Passes am 10. Tag. Puh, ganz schoen krasser Aufstieg, vor allem bei der duennen Luft dort oben. Man merkt richtig wie der Koerper mit der Hoehe zu kaempfen hat und das Herz den wenigen Sauerstoff mit doppelt so viel Power wie gewoehnlich durch die Adern pumpt. Aber ein tollen Gefuehl so weit ueber den Wolken zu stehen, Tage entfernt von jeglicher Zivilisation! Danach gings die restlichen 6 Tage wieder runter auf 900m. U.a. mit Stop in der lokalen Apfel- Hauptstadt Marpha, wo man sogar Aeppler trinken konnte und einem schoenen Ort mit heissen Quellen!
Das einzige, was meinen Trip etwas getruebt hat war mein Guide mit dem ich schliesslich auch in the middle of nowwhere 2 lautstarke Grundsatzdiskussionen hatte.

Nach dem Trek war ich noch 2 Tage in Pokhara, der zweitgroessten stadt Nepals. Gelegen an einem grosssen See und umringt von Bergparnorama a la carte!
Nach 2 Tagen Kathmandu bin ich dann letzte Woche Samstag nach Delhi zurueckgefolgen, wo ich dann sonntag morgen Arne vom Flughafen abgeholt habe. Die letzten Tage haben wir zusammen einen tollen Trip nach Rajasthan gemacht, wovon ich die Tage dann wohl noch berichten werde. MOrgen heissts aber erstmal Clara in Delhi empfangen!

Liebe Gruesse,

Wibke




Montag, 16. Juni 2008

Lost in the Ocean







11 Tage Paradies pur und ausspannen auf Havelock Island, der Hammer! Einzige Gefahr sind nur die vielen, mit einem riesigen Gedonner runterfallenden Kokosnuesse! Das Wort Kopfnuss bekommt da ne ganz andere Bedeutung. Aber angeblich is auf der Insel noch keiner an einer Kokosnuss gestorben... Die Insel ist total winzig und in der Touri-Nebensaison wirklich von der Aussenwelt abgeschnitten. Es gibt nur 2 Strassen, sprich eine Nord-Sued Verbindung und eine von Ost nach West; Chai wird dort mit Milchpulver gekocht, da Milchprodukte nur in der Hauptsaison importiert werden; Internet gibts zwar mittlerweile auch auf der Insel, aber nur von Zeit zu zeit und verdammt langsam, sodass wir uns das lieber gespart haben. Es gab definitiv mehr "Hotels" als wir erwartet haben, alles so kleine Huetten am Strand, aber es waren kaum Touristen vor Ort und viele Hotels machten auch eher einen geschlossenen EIndruck. Im Pristine Beach Resort, welches aus vielen kleinen, total schoenen Bambus-Huetten besteht, hat sich wohl derzeit der komplette Inseltourismus abgespielt. Neben uns waren noch weitere 9 Traveller aus England, Belgien, Irland, Isreal und Deutschland dort eingemietet und nach und nach bildete sich eine richtig nette, kleine Community.
Unsere Bambushuette war quasi direkt am Strand zwischen riesigen Palmen und morgens hat unser Tag, zumindest zu Beginn als das Wetter noch top war, immer mit einem Bad im Meer begonnen. Der Strand war einfach traumhaft- weisser Sand, uebersaeht mit kleinen, weissen Krebsen und 1000en Einsiedler-Krebsen in Schneckenhaeusern, seichtes, tuerkis-blaues Meer, Mangroven, bunte Fischerboote! Am 2. Tag haben wir erstmal einen langen Strandspaziergang gemacht und uns ordentlich den Pelz verbrannt. Die Sonne ist einfach viel intensiver hier und mit der Meeresbrise merkt man kaum wie man verkohlt. Das Meer vor unserer Haustuer war ganz warm und flach wie eine Badewanne und umso toller war unser Trip mit dem Roller an die Ostkueste, wo an diesem Tag richtig hohe Wellen waren. Das einzig nervige waren die Inder, die uns verfolgen und ungehemmt anstarrten, waehrend ihre Frauen am anderen Ende des Strandes im Sari baden gingen. Echt krass. Aber wir fluechteten schliesslich erfolgreich in die naechste Bucht, wo wir bis auf ein paar Havelock-Satelliten-Hunde (spitze Schnautze, riesige abstehende Ohren) und endlos vielen Einsiedlerkrebsen (zeitweise machte es den Eindruck, dass sich der komplette Strand bewegen wuerde) alleine waren. Roller faehrt man hier uebrigens mit einem gelben oder weissen Bauarbeiterhelm. sehr geil! Auf unserer Rollertour sind wir auch in einem kleinen Dorf im Inselinneren gelandet, wo uns die Kids total lieb empfingen und uns ihre Huette (Lehmfussboden, Holzgestell und Bambuswaende) zeigten und uns einen gesamten Strung Mini-Bananen schenkten. Das waren min. 100 Bananen wenn nich mehr. Nur leider voller Ameisen und bis wir den nach Hause gebracht hatten, waren sie auch voellig vermatscht und ich hab sie schliesslich an die Inselhunde verfuettert.
Einen anderen Tag haben wir uns Fahrraeder gemietet, um zum Elephant Beach, einem wunderschoenen Naturstrand, zu gelangen. Es war ganz schoen huegelig und schlauer Weise sind wir mit den 20kg Raeder auch noch durch die Mittagshitze gefahren. Eva war schon kurz vorm aufgeben, wohingegen ich noch einigermassen in Laune war als wir den Punkt erreichten ab dems dann ohne Raeder einen Pfad durch den Dschungel weiter ging. Aber der Weg zog sich ewig, es war heiss und total schwuel, sodass wir durch schwitzen nass waren wie nach einer Dusche. Auf dem Weg befanden sich riesige Elefantenfussstapfen und wir hofften nur, dass es tatsaechlich keine wilden Elfefanten mehr auf der Insel gibt. Gegen Ende des 40 minuetigen Marsches durch den dicht bewachsenen Urwald (barfuss, da meine Schuhe total rutschig waren in dem Matsch), kurz vor Erreichen des schon nicht existend geglaubten Strandes mussten wir allerdings noch durch einen toden, stinkenden, glippschigen Mangroven- Teich. Barfuss. Puh war ecklig! Als wir schliesslich ankamen, waren wir dann doch ganz schoen enttaeuscht als uns nach der Tortour ein 2,m breiter Mangroven-Natur-Strand empfing, der kaum Platz zum Sonnen geschweige denn zum Baden bot. Ausserdem hatten wir zu dem Zeitpunkt schon Horrer vorm Rueckweg. Zum glueck sind wir dann nochma auf die andere Seite dieses stinkenden Sees gewatet und sind zu einem kleinen Platz gekommen, wo 3 Fischerboote angelegt hatten und Indische Touris schwimmen und schnorcheln waren und eine Frau mit Keksen, Chips und Kokosnuessen sogar einen kleinen Kiosk aufgemacht hatten. So geschafft von der Tour und dunkle Regenwolken kommen sehend, war unsere erste Frage, ob wir nicht mit einem der Boote zurueck fahren koennten. Nach einem laengeren Zoegern sagte schliesslich einer der Bootsbesitzer zu. Allerdings wollte er 100Rs/Person von uns. Ich glaube wir haetten jeden Preis gezahlt! Vor allem weil es kurz nachdem wir endlich zum Schwimmen gekommen waren, wie aus Kuebeln zu schiffen anfing. Man konnte keine 20m mehr weit sehen und ein Marsch durch den Dschungel waere unmoeglich gewesen! Als der Regen endlich ein bisschen nachlies, fuhren wir schliesslich mit einer indischen Familie (die bevor sie nach Havelock kam auf Bali Urlaub gemacht hatte), dem jungen Bootbesitzer und seinem Bruder, einem Polizisten, der zum Aufpassen auf die Familie wohl mitgekommen war, zurueck zur Hauptanlegestelle. Die Raeder lagen leider nich auf dem Weg vom Jetty zum Hotel, aber weil wir total durchgefroren und hungrig waren, sind wir ersteinmal zurueck ins Hotel. Frisch geduscht und gestaerkt, ueberlegten wir dann wie wir die Raeder wohl holen koennten als mir ploetzlich auffiel, dass ich den Fahrradschluessel am Strand verloren hatte! Oh man! Aber da wir eh nicht mehr fahren wollten, es immernoch regnete und es auch schon dunkel war, fuhren wir schliesslich mit 2 Rikschas los und brachten es tatsaechlich fertig die Raeder in Rikschas zurueck zu transportieren! Der alte Mann, bei dem wie dir Raeder ausgeliehen hatten, war zum Glueck nicht all zu sauer, dass ich ein abgeschlossenes Rad ohne Schluessel zureuckbrachte und zog mir nur 60Rs (1 Euro) von der Kaution ab. Und lud uns dann auch noch zu nem Chai ein und erzaehlte uns interessante geschichten ueber die Insel und den Elephant Beach. Ich hatte ein bisschen ein schlechtes Gewissen!
Am naechsten Tag gingen wir mit Dafna, Isaac, Olivier und Mike schnorcheln. 1,5 Stunden fuhren wir in einem Fischkutter zwischen lauter kleinen Inseln gen Norden zu einem wunderschoenen Korallenriff. So geile Farben und Formen- unglaublich! Und die vielen Fische in allen Groessen, Mustern und Farben! WOW!!! Anschliessend sind wir noch zu einer kleinen, unbewohnten Insel mit weissem Sandstrand gefahren und haben dort noch n Runde gechillt. Und dann gings in der Nusschale bei ganz schoen krassen Wellen wieder zurueck. Ausgehungert sind wir nach ne Dusche im Resort mit der ganzen Truppe zum ersten mal ins WorldclassRestaurant nebenan Essen gegangen. Familienbetrieb in einer kleinen Holzhuette mit 3 Plastiktischen und 10 Stuehlen und hinten drin kocht die Muddi. Fuer 25 Rs Veg Thali (traditionelles indisches Gericht mit Reis und verschiedenen Gemuese-Curry-Sossen). Unglaublich billig und lecker. Und Pfannkuchen gabs da sogar auch! Ab dem Abend waren wir dort Stammgast.
Ab Donnerstag liess uns dann leider das Wetter im Stich und es regnete fast ununterbrochen! Da es trozdem warm war und wir bei dem Schnorcheltrip viel zu viel Sonne abbekommen hatten, stoerte es erst kaum und wir vertrieben uns die zeit mit lesen. Aber als es dann garnicht mehr besser wurde, waren Eva und ich schliesslich recht froh am Samstag Tschuess sagen zu muessen. Nur leider wurde aus der Abreise nix, da es nach 1,5 Stunden Warten auf die Faehre von PortBlair hiess, dass die Faehre aufgrund der Wetterverhaeltnisse umkehrt sei, zurueck zur Hauptinsel. Son Scheiss! Das bedeutete, dass wir unseren Flug am naechsten morgen nicht erreichen werden. Mit einer total schlechten, andauerend zusammenbrechenden Telefonverbindung und SMS konnten wir gluecklicher Weise den Flug durch unseren travel Agent in Delhi unseren Flug noch umbuchen! puh!
Der weitere letzte Abend auf der Insel mit den anderen Travellern war total schoen und wir sassen bis 3 noch zusammen und haben gequatscht!
Am Sonntag nahmen wir dann gleich das erste Boot um auf Nummer Sicher zu gehen, dass wir auch wirklich vor Dienstag in PortBlair sind fuer den neuen Flug. Dieses Boot fuhr dann auch, aber wir konnten nun gut verstehen, dass das Boot am vorigen Tag umgedreht ist. Obwohl das Wetter viel besser war als am Vortag, war krasser Seegang und die winzige Faehre schaukelte abartig. Ich hab noch nie sowas erlebt und noch nie war mir auf nem Boot soo schlecht! Drinnen haben sich einige Leute uebergeben und auch ich hab ueber Reling das Meer gesegnet! Ich war so froh als wir endlich von dem Boot runterkonnten! Aber trotz festem Untergrund, bin ich mental noch ne ganze Weile weiter Boot gefahren. oh man...
Den heutigen Tag haben wir nur hier in PortBlair im Internetcafe verbracht, um uns auf den neusten Stand der Dinge zu bringen, emails zu schreiben usw! Morgen Frueh fliegen wir dann nach Kolkata!

Viele Gruesse

Wibke

Dienstag, 3. Juni 2008

Andaman Islands




Nach einer schoenen letzten Woche in Delhi, die ich hauptsaechlich mit letzten Shoppingtouren verbracht habe, bei denen ich u.a. total geile, alte Bollywood-Movie-Poster erstanden habe (eines davon besteht aus 6 Einzelpostern, die sich zu einem ca. 2mx3m grossen Exemplar zusammen setzen lassen!), haben Eva und ich am Freitagmorgen um 3.30h Delhi vorerst verlassen, um unser erstes Reiseziel, die Adamanen im indischen Ozean, anzusteuern. Von Delhi ueber Chennai flogen wir nach Port Blair, der Hauptstadt der Inselgruppe. Schon vom Flugzeug aus sahen die dicht bewachsenen Inseln mit weissen Sandstraenden traumhaft aus, obwohl man waehrend wir vor der LAndung noch einig Runden drehten, auch sehen konnte, wie der Tsunami 2004 hier sein Unwesen getrieben hatte - verschwundende Kuestenpassagen und Straende und ueberlutetes Hinterland! In Port Blair eine Unterkunft zu finden, erwies sich schwieriger als gedacht, da bedingt durch die indischen Sommerferien viele indische Touristen auf der Insel Urlaub machen. Als wir dann endlich ein (recht teures) Zimmer gefunden hatten, fielen wir erstmal in einen Tiefschlaf, weil wir ja nur wahrend der Fluege ein wenig gedoest hatten. Abends sind wir noch in einem kleinen Restaurant etwas ausserhalb der Stadt direkt am Strand was essen gegangen...
Samstag stand dann die MIssion "Roller mieten" auf dem Programm. Im Reisefuehrer war auch ne Adresse angegeben, aber diese war nich aufzufinden! Unser Rikschafahrer tingelte letztlich fast 2 Stunden mit uns durch POrt Blair, um einen Laden zu finden, der nicht nur Motorraeder, sondern auch Scooter ausleiht. Sobald wir unsere kleinen Hondas endlich hatten, machten wir uns auch direkt auf den Weg die Umgebung zu erkunden und fuhren von der Ostkueste an die Westkueste ins 30km entfernte Wandoor, wo uns ein toller Naturstrand erwartete. Die Fahrt dort hin war der Hammer! Durch kleine abgelegene Doerfer mit bunten Holzhaeusern, vorbei an endlos vielen Seen und durch dschungelartige Waelder! WOW! Besonders krass fand ich die die vielen Seen aus denen haufenweise abgestorbene Baeume und Palmstumpfe herausragten. Es hatte was mysthisches, sah irgendwie Friedhofartig aus. Uns ist auch immernoch nicht so ganz klar wie das zu stande gekommen sein konnte, obs tote Mangroven oder vom Tsunami ueberflutete Gebiete sind?! Unterwegs sind die Leute auch voll ausgerastet als sie uns 2 foreigner-Girls auf unseren Rollers gesehen haben; das passiert hier wohl nicht so oft! Auch in Port Blair kann man die weiteren weissen Touristen womoeglich an einer Hand abzaehlen, sodass sich hier auch jeder nach uns rumdreht und schnell seine Kumpels und Kinder anstoesst, damit auch sie noch schnell einen Blick auf die Weissen werfen koennen. Und dass Eva Hind spricht, finden sie natuerlich alle obertoll!
Sonntag hab ich mich alleine auf den Weg gemacht, weil Eva aergerlicher Weise ihre Bachelor-Arbeit in Delhi nicht fertig stellen konnte und somit hieren Pc mitgenommen hat und nun hier, bevors auf die Internetlose Havelock Island geht, noch ein paar Stunden im Internetcafe verbringen muss. Ich bin mit dem Boot auf Ross Island uebergesetzt, direkt vorm Hafen Portblairs, wo die Englaender ab Mitte des 19. Jh. ihren Verwaltugssitz hatten und was heute ein beliebtes Ausflugs-Picknick-Ziel fuer die Einwohner PBs ist. Die Insel ist nicht gross. innerhalb eine Stunde war ich einmal herum gelaufen und konnte mir ein gutes Bild machen, wie die Englaender hier bis 1945 einen auf dicke HOse gemacht haben. Von verwaltungsgebaeuden, ueber schicke Wohnhaeuser,TennisCourt, Baeckerei bis hin zur eigenen Zeitungsdruckerei hatten die dort alles! Mittlerweile sind die Gebaeude total verfallen und bewachsen und viele Wege und Kuestenteile auch wieder duch den Tsunami heruntergebrochen! Die indischen SOnntagsausfluegler waren wieder sehr an mir interssiert und luden mich ein, mit ihnen zu picknicken, sodass ich zu leckren suedindischen Idlis (reisfladen) mit Gemuesesosse kam. Auf den Andamanen leben viele Settlers aus TamilNadu, Orissa oder Kalkutta! Irgendwie krass auf diese abgelegenen Inseln auszuwandern, um Arbeit zu finden!
Montag Morgen sind wir frueh aufgestanden und direkt mit den Rollern los nach BambooFlat, ein Dorf, das mit der Faehre von PB in 15 min zu erreichen ist, aber der Landweg fast 50 km betraegt und somit 2 Stunden mim Roller dauert. Wieder gings durch beeindruckende Landschaften und ich konnte mich kaum satt sehen. Es hat so Spass gemacht mit den Rollern dort lang zu fahren und Eva und ich sind soo froh, dass wir die Rollersuche am Samstag nicht fruehzeitig abgebrochen hatten! BambooFlat ist ein kleiner, sehr indisch-urban wirkender Ort mit Hafen, der keinen wirjklich schoenen PLatz zum Fruestuecken bot. NAch nem Chai in einem kleinen Kabuff, fuhren wir noch weiter zum MOunt Harriet an der Kueste an vielen bunten Fischerbooten vorbei und durch Nationlparkdschungel zu einem tollen Aussichtspunkt in einem unglaublich schoenen Garten im englischen Style! Zurueck nach PB nahmen wir von BambooFlat aus die Faehre!~ Geiler Trip!~
Heute war ein ruhigerer Tag - eva ist immernoch am tippen und ich war im Jail-Museum (das Gefaengnis mit fast 700 Zellen hatten die Englaender fuer aufstaendige Freiheitskaempfer gebaut) und im Anthropologie-Museum, wo man viel Interessantes ueber die Stammesbevoelkerungen der Andamanen und Nicobaren erfahren konnte!
Ansonsten habe ich heute noch versucht in der 100.000 Einwohnerstadt einen Buchladen zu finden, was mir nicht gelungen ist. Total Krass, hier gibts nur Schulbuecher (in Englisch) und ein Paar Romane in Hindi .Thats it! Aber auf Havelck Island, was wohl wirklich winzig ist, solls angeblich nen Buchladen geben. Ich bin gespannt, aber vll hat ja jm wirklich die Marktluecke entdeckt auf der Insel, wo die meisten Leuten nur zum Tauchen und Hintern in die Sonne strecken hinkommen!
MOrgen Mittag setzen wir dann schliesslich ueber nach Havelock Island! Juhuuuu! Das naechste mal werd ich mich dann wohl in ca 2 Wochen von Kalkutta aus melden!

Liebe Gruesse vom Ende der Welt!

~wibke~

Samstag, 24. Mai 2008

Heyho!

Wuuahh, meine Tage in Delhi sind gezählt und somit waren die letzten Tage auch schon stark vom Abschiednehmen geprägt! Wobei, auf der anderen Seite haben sich auch noch schöne neue Kontakte ergeben- nämlich die Aiesec (Internationale studentische Praktikumsvermittlung) - Wg bei uns um die Ecke! Unvermeidbar, dass man hier in Indien als Weißgesicht sofort auffällt und somit wussten wir auch schon ewig, dass wir hier im Viertel nicht die einzigen von Übersee sind, aber trotzdem haben wirs aus unerfindlichen Gründen in den letzten Monaten nicht geschafft mal bei unseren internationalen Nachbarn vorbeizuschauen. Natürlich hatten wirs uns vorgenommen, aber wies dann halt immer so is.... Vor gut 2 Wochen hab ich dann einige von den 7 Jungs beim Kiosk getroffen und sie haben uns gleich mal eingeladen Samstags mit zu einer Aiesec-Farmhouse-Party zu kommen! Gesagt, getan- aber zuvor war ich an diesem Abend noch bei Tilman, Tobias und Katharina (Schulkollegen) eingeladen, wos ehrlich gesagt etwas lahm war und mir mal wieder klar wurde, wie schnell doch in solch einer Expatriate-Community Zweckgemeinschaften gebildet werden. Gegen Mitternacht löste sich die Party schließlich auf und aufgrund des Nahrungsmittelüberangebots wurde ich mit einem Kuchen verabschiedet. Zur Rolle des Kuchens später mehr! Mit der Rikscha gings dann Richtung Farmhäuser vor den südlichen Toren der Stadt, wo ich Eva und die Jungs treffen sollte. Ewigkeiten irrten wir in der Vorstadt herum, da der Rikschafahrer nix mit der Adresse anfangen konnte. Unterwegs fragten wir immer wieder nach dem Weg u.a. auch zwei Jungs, die ihrem Sprach- und Stehvermögen nach zu urteilen mit dem Motorrad wohl auf dem Rückweg von einer feucht-fröhlichen Party waren. Echt unglaublich wie leichtsinnig hier mit Alkohol im Straßenverkehr umgegangen wird! Und dann haben die Kerle auch noch nen total falschen Weg erklärt! NAch ner 3/4 Stunde Fahrt fanden wir schließlich die Aiesec-Party, welche sich schnell zu einer Art Abi-Party internationaler Leute entpuppte. Sie fand im Garten eines wunderschönen Farmhauses statt, Getränke waren toller Weise umsonst- nur leider war schon alles leer als ich dort ankam. Musik und Leute waren ganz schön anstrengend und nachdem wir hier und da mit ein paar Leuten geredet hatten - alle waren sehr beeindruckt, dass wir nicht über Aiesec in Indien sind, sondern uns Praktikum und Wohnung usw selbst organisiert hatten - und das Bier, was uns irgendwer von irgendwoher noch organisiert hatte, getrunken hatten, machten Eva und ich uns schon wieder aufn Heimweg! Eva traf bei der Party lustiger Weise jemanden, den sie bis dato ausschließlich über facebook kannte und der uns für den nächsten Tag zu einer Poolparty im ParkHotel einlud! Doch für was gut dieser ganze virtuelle Freundschaftskram. Da wir auf dem Rückweg eh fast bei Peters und Praveens (Freunde von Eva)
neuer Wohnung vorfuhren, beschlossen wir dort noch kurz vorbeizuschauen. Und wie so oft waren sie auch noch wach und saßen noch in einer netten Runde beisammen auf der großen Dachterasse. Irgendwann bekamen wir Wind davon, dass es Praveens Geburtstag war und plötzlich machete es Sinn einen kompletten Abend einen Kuchen in der Handtasche herumzutragen! Hätte ich auch nie gedacht! Bis Sonnenaufgang saßen wir noch auf der Terasse zusammen und genossen die einzigen kühleren Stunden zwischen 4-6. Echt unglaublich wie sehr sich die Hitze staut und vor allem wir schnell die sonne morgens schon wieder unaushaltbar runterballert. Ganz an nach dem Motto: Licht an - Grill an!
Den Sonntag Nachmittag verbrachten Eva, Jean und ich mit den Aiesec-Jungs im Pool des Parkhotels, wo man ohne Einladung normalerweise 750 rs (12 Euro!) Eintritt zahlen muss. Abends fand in unserer Straße mal wieder eine Hochzeit statt, sprich es wurde einfach mitten auf die Straße ein riesiges Zelt aufgebaut, hinterm Zelt wurde auf dem Boden in riesigen Töpfen das Festmal zubereitet. Ein beeindruckendes Spektakel, was vor unsere Haustür ca. ein mal pro Monat statt findet! Alles arrangierte Hochzeiten versteht sich! Love marriages gibts in Indien nur selten! Endlich kam ich dazu, davon mal ein paar Bilder zu machen und ein Video zu drehen...
In der Schule war in den letzten beiden Wochen vor den Ferien kaum mehr was los. Die 9er und 10er machten Betriebspraktikum, wo ich auch zwei von ihnen zusammen mit 2 Kollegen besuchte und u.a. lernte, dass Hupen für den indischen Automobilmarkt einen Test von 200.000-maligen Hupen überstehen müssen, wohingegen europäische Hupen nur 50.000 mal überstehen müssen! Der Martk stellt sich also gut auf den indischen Straßenverkehr ein ;)
Auch die anderen Klassen (und Kollegen) waren schon sehr in Ferienlaune und so entschied ich mal ein wenig in der Grundschule reinzuschnuppern und schließlich auch eine Mathe-Stunde in der 1. KLasse zu halten. Es hat total Spass gemacht! Die Kleinen sind soo einfach zu begeistern und soo neugierig. Auch beim Schwimmunterricht der 1. klassse und der Vorschule war 2 mal dabei als Unterstützung von Sven (Sportlehrer), der völlig genervt von den wuseligen KLeinen war ".... ich bin doch dafür garnicht ausgebildet sondern Sek I und II Lehrer..."! Beim zweiten mal is mir die Lust aufs Schwimmen jedoch gänzlich vergängen als wir dort ankamen und sich in dem Pool die halbe amerikanische Schule befand (es war kaum mehr blau zu sehen!) und um den Pool neben 2 aufgeblasenen Lifeguards der Schule auch noch der Hund einer der Lehrerinnen herumstreunerte... IIHHHHH! Und Verantwortlich der deutschen Schule versuchen seit Wochen mit allen Mittlen den Pool vorm umkippen zu bewahren!
Einen Nachmittag habe ich ma wieder aufm Sarojini Market verbacht, da mich der Inhalt meines Kleiderschrankes total angenervt hat. Mit ca. 30 € weniger im Geldbeutel, aber dafür mit 10 Oberteilen, 2 Röcken und 2 Kleidern (alles von Billabong, Eprit usw) in der Tasche kam zurück und Eva hat mich für verrückt erklärt als sie diesen Berg gesehen hat!
Seit letztem Wochenende hat hier verfrüht der Monsoon eingesetzt und es regnet seither jede Nacht und auch öfters am vormittag, sodass es ganz schön abgekühlt hat! Von 45° Grad (gefühlten 50!) sanken die Temperaturen auf 25-30° Grad, was einerseits ganz schön angenehm, auch dazu führte, dass unser Körper plötzlich mit Frieren beschäfigt war und wir unsere Pullis wieder rauskramten! Ich häte nie gedacht, dass man sich so gut an die Hitze gewöhnen kann. Und da lacht man immer über die Engländer, die bei 20 Grad in kurzen Hosen und Tshirt rumrennen und sich zu tode schwitzen! Dummerweise wirds, sobald die Sonne nun wieder rauskommt, total schwül, was recht eklig ist!
Samstag war der letzte richtig heiße Tag und genau da haben Eva, Jean, Aurelie und ich nen Ausflug nach Old delhi gemacht. Das Fotoparadies schlechthin! Die kleinen Gassen sind unglaublich. Über einem befindet sich immer ein Netz von Kabeln und Stromleitungen - ganz nach dem Motto: Kaputte Kabel reparieren lohnt sich nicht- wir hängen zu den 10.000 anderen einfach noch ein weiteres Neues! Als wir aufgrund der Hitze kurz vorm kollabieren waren, kamen wir glücklicherweise im rechten Augenblick bei nem Mägges vorbei und ließen uns da von Klimaanlage und McSunday ein wenig abkühlen! Ein Hoch auf das Familien-Restaurant! Auf der Suche nach einem einem Shop, wo man alte Bollywood Filmplakate und Filmrollen für wenig Geld kaufen können sollte, verirrten wir uns in ein Viertel mit winzigen Gassen und uralten Holzhäusern mit wunderschönen, leider total verfallen Fasaden! Und genau dort befand sich ein Elektro-kleinteile-Umschlagsplatz wie ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Unglaublich was man dort alles kaufen konnte. Alle möglichen Schalter in den unterschielichsten Farben, Kabel, Glühbirnen usw. Ein Laden reihte sich an den nächsten und alle verkauften mehr der weniger den gleichen Kram und die kleinen Gassen waren überfüllt mit Menschen, Autos, Mopeds, Fahrrädern usw. Immer wieder staute sich der Verkehr, weil zwischen den vielen Kartons, die auch noch überall rumstanden, kein PLatz zum Durchkommen war. Unsere Fotoaparate liefen auf Hochtouren! Den Filmladen haben wir aber leider nich gefunden. Da starte ich nachher nochma einen Versuch! Später bin ich dann noch zum ersten Mal mit der DelhiMetro gefahren, was gerade nach diesen Eindrücken in OldDelhi, zu extremer Verblüffung geführt hat! Perfekte Kopie der Londoner Metro würde ich sagen. Total neu, sauber (!!!!), geräumig usw und sogar die gleiche Ansagestimme wie in der Londoner U-Bahn. Kaum zu glauben, dass es solch ruhige Orte hier in Delhi auch gibt! Man hätte echt vergessen können wo auf dieser Erde man sich gerade befindet! Nur beim Ein- und Aussteigen hat sich trotz Pfeile auf dem Boden noch nich das Prinzip " Erst aussteigen lassen, dann einsteigen" durchgesetzt....
Letzten Dienstag war das letzte mal Volleyball, wo für mich schon der erste Abschiedsschmerz hoch kam! Wir haben schön gespielt - weniger rumgeballer als die letzten Male- und danach noch bei Bier und Knabbereien zusammengesessen. Später hat mir Sven noch den Geheimtip zum Südindisch Essen gezeigt! Alle Bundesstaaten Indiens haben in Delhi eine Vertretung und dementspechend auch ein Verwaltungshaus und im Falle des südindischen Staats Karnataka ist auch ein Restaurants angeschlossen! Dort gabs leckere Dosas, so ne Art herzhafter Crepe!
Freitag war der allerletzte Schultag und nachdem die Kids ihre Zeugnisse bekommen hatten, gings rüber in die deutsche Botschaft, wo noch eine offizielle Schuljahresabschlussfeier statt fand. Eine wirklich schöne Veranstaltung mit viel Musik, Gesang und Dankes- und Abschiedsreden. Richtig lustig war der Männerchor der 5 männlichen Kollegen, der Lili Marlen, über den Wolken und eine umgedichtete Version von "Auf der schwäb'schen Eisenbahne" zum Besten gab! Anschließend gabs noch im Kreise des Kollegiums ein Abschiedsessen für die Rektorin in der Schule. Hier gabs für mich dann auch noch mal die Gelegenheit mich mit einigen Kollegen zu unterhalten und auch über mein Praktikum und mein Eindruck von der Schule zu reden. Eine lustige Runde war übriggeblieben und wie so oft war ich letztlich unter den letzten, die nach Hause gingen. :) Irgendwie kaum zu glauben, dass nun schon wieder eine Etappe, das Praxissemester, bewältigt ist, es Abschied nehmen heißt und mit dem Flug auf die Andamanen nächsten Freitag wieder was neues beginnt. Ich bin wirklich tollen Menschen hier begegnet, sei es im Kollegium oder unter den Schülern und es ist seltsam, sie nun alle nicht mehr 5 Tage die Woche zu treffen. Aber dennoch waren die 13 Wochen auch genug! Es gab kaum mehr neues zu entdecken, die Möglichkeiten als Praktikantin erschöpft und die Spannungen innerhlab des Kollegiums und die Unzufriedenheit mancher Leute gingen mir auch öfter mal auf die Nerven gegen Ende... Alles ein wenig zu eng und Privates wird mit Job vermischt, weil die deutsche Gemeinschaft hier winzig ist, jeder jeden kennt. Ganz schön anstrengend! Trotzdem werd ich wohl im September vorm meinem Rückflug nochma in der DSND vorbei schauen, um endgültig GoodBye zu sagen!
So, das wars nun erstma. Die kommende Woche werde ich noch einiges zu erledigen haben bevors dann auf die große Reise geht! Nachmieter, packen, letztes Delhi-Sightseeing blablabla...

1000 grüße

wiBkE

Dienstag, 13. Mai 2008

Indisches Alpenflair


Namaste!

So, nun endlich der Bericht über meinen Trip in die Berge! Nach der doch recht anstrengenden Hitze in Pushkar, haben Eva und ich uns dirkt auf den Weg in Richtung des kühlen Himalayas gemacht. Leider konnten wir für diese Busfahrt kein Sleeper-Abteil mehr bekommen, sodass wir die 17-stündige Busfahrt sitzend überstehen mussten- das war ganz schön ätzend! Mit solch einem Sleeper-Anteil über einem und einer kleinen Leiter, die dort hoch führt, neben einem wars doch ganz schön eng und die indische Strassenbauweise gepaart mit den engen Strassen, die sich an den Hängen des Himalaya entlang schlaengeln, haben auch nicht gerade dazu beigetragen, dass man bei der Nachtfahrt gemütlich schlummern konnte. Ausserdem fand mein Knie, welches ich mir in der Woche zuvor beim Volleyball spielen lädiert hatte, es auch nicht gerade toll, solch eine lange Zeit in der gleichen angewinkelten Position zu verbringen... But anyway. Als wir in Manali ankamen, wurden wir ersteinmal übel enttäuscht, denn dieser Ort, der als das indische Honeymoon Domizil gilt, ist potten hässlich. Ein Hotel bzw Restaurant reiht sich ans Nächste. Überall Leuchtreklame und Reisebüros, die Outdoor Aktivitäten wie Raften, Paragliding usw anbieten... Zum Glück hatten wir zuvor den Tip bekommen, direkt ins etwas verschlafenere Nachbarkaff Vashisht zu fahren und uns dort eine Bleibe zu suchen. Das hat dann auch alles super geklappt und wir konnten ein kleines Guesthouse-Zimmer mit Blick über das Tal, auf die mit Apfelbäumen übersähten Hänge und die schneebedeckten Gipfel, ergattern. Am ersten Tag haben wir dann nicht mehr all zu viel gemacht und haben uns bis auf den kleinen Ausflug zu einem nahegelegenen Wasserfall darauf beschränkt, die frische Luft und das Bergparnormama zu genießen. In Vashisht gibts direkt im Ortskern heiße Quellen mit kleinen Becken, wo ununterbrochen gebadet, gewaschen und geschrubbt wird. Einen Abend wollten wir da auch mal rein, aber das Wasser war so heiß, dass wir nicht ma eine Minute unsere Füße rein halten konnten, und die Dorfbewohner haben darin Stunden verbracht. Am zweiten Tag haben wir uns ein Auto incl Fahrer gemietet (in indien fährt man nicht selbst!) und haben einen Trip noch weiter hoch in den Norden gemacht. Kurz nachdem wir Vashisht verlassen hatten und im Tal am fast leeren Flussbett entlang Richtung Rohtang-Pass gurkten, reihte sich plötzlich ein Holzverschlag, wo man gebrauchte Pelzmäntel, Ski-overolls und anderes Skiequipement im 80er Jahre style erwerben konnte. Weil wir nicht so den PLan hatten wie hoch und wo wir eigentlich genau hinfahren würden, fanden wir das ganz schön strange und witzig, vor allem weils wirklich alle 100m son Stand gab, die alle den gleichen Kram anboten. Ca 2 Stunden arbeiteten wir uns die Serpentinen hinauf auf knapp 3000m. Es wurde immer kälter und an den schattigen Hängen häufte sich der Schnee teilweise meterhoch. Schnee in Indien! Abgefahren! Plötzlich stauten sich die Autos entlang der schzmalen Straße und viele Leute ließen ihr Auto stehen und gingen zu Fuß weiter oder wechselten zu anderen Transportmitteln: Ponys und Esel. Der Fahrer erklärte uns, dass wir nun fast am hochgelgenen Punkt angekommen seien, den man mit dem Auto von dieser Straße aus erreichen konnte, da der Rothang-Pass nach der "Winterpause" noch nicht wieder freigegeben wurde. Die Schneemassen zerstören Jahr für Jahr die Strasse dermaßen, dass sie am Anfang der Sommersaison immer an einigen Stellen komplett erneuert werden muss, damit der Pass wieder passierbar ist. Irgendwie managete es unser Fahrer dann doch durch das Verkehrschaos zu gelangen und oben angekommen, wurde uns ein unglaubliches Bild geboten: Hinter der letzten Kurve, bevor dann die Straße gesperrt war, befand sich ein Wintersport-Paradies à la Inde! Hunderte Inder eingepackt in Pelzmäntel und Ski-Overrolls in knalligen Farben auf Skiern von Fischer, Salomon usw von vor min. 20 Jahren. Statt urigen Berghütten gab es Zelte, bestehend aus gelben oder blauen Plastikplanen und Holzstöcken, wo man Tee und Nudelsuppe kaufen konnte. Und statt Bildern mit dem Almkuh konnte man Fotos auf Yaks sitzend knipsen! Aber Highlight waren auf jeden Fall die indischen Touristen, die zum ersten mal auf Skiern standen. Nicht dass es eh schon ne Herausforderung is innerhalb von einer Stunde irgendwelche Fortschritte zu erzielen- nein die uralten Skischuhe wurden nich zu gemacht und somit fielen die Leute nur so durch die Gegend und ich kann mit kaum vorstellen, dass sie Freude am Skifahren gewonnen haben! Es war wirklich wie im Film. Staunend und Teetrinkend saßen Eva und ich als die einzigen europäischen Touristen dann dort und haben dem Treiben zugesehen und wurden von Indern fotografiert. Oh mann! Da wir uns aber vorher an den zahlreichen Ständen an der Straße keine entsprechende Kleidung geliehen hatten, wurde uns schnell ganz schön kalt und wir traten den Rückweg an! Den ganzen restlichen Tag war mir noch kalt und den Abend (mit Sonnenuntergang sanken die Temperaturen auch in niedrigeren Gefilden ganz schoen ab!) haben wir dann in Decken eingemummelt im Blue Heaven Cafe bei unserem Guesthouse verbracht und viel Tee getrunken und gelesen. Die folgenden Tage haben weiter viel mit entpannen, KLima geniessen und lesen verbracht. Die Hoehensonne hat mir sogar nen kraeftigen Sonnenbrand verpasst. Samstags nachmittags bin ich dann nach Hause gefahren, waehrend Eav noch einen Tag laenger geblieben ist. Frueh morgens kam ich sonntags in Delhi an und zu meiner Ueberraschung leider nich an der BUsstation, die ich kannte sondern irgendwo vollkommen ab vom Schuss noerdlich von Delhi. Mal wieder ein abgekatertes Spiel der Busunternehmen und der Rikscha-Fahrer! Denn diese erwarteten schon sehnsuechtig die ahnungslosn Touristen, die sie dann fuer horende Preise in die Stadt fahren konnten. Auch ich hab mich zusammen mit einem Israeli uebern Tisch ziehen lassen und fuer die Fahrt 2,5 mal so viel bezahlt wie angemessen. Die steckten halt dummerweise alle unter einer Decke und keiner ging auf unsere Verhandlungsversuche ein. Ausserdem wollten wir nach der NAcht im Zug nur nach Hause!!! Also lieferten wir erst den Israeli in Paraganj, der Touri-Gegend schlecht hin, ab und fuhren dann weiter nach Lajpat Nagar. Auf dem Weg bat ich den Fahrer noch kurz bei dem Milchstand in Vinoba Puri zu halten, damit ich Milch fuer den morgentlichen Chai kaufen konnte. Ich schnappte nur schnell meinen Geldbeutel und ging zum Laden auf der anderen Strassenseite. Als ich dort so stand hab ich ploetzlich ein sehr ungutes Gefuehl bekommen meinen ganzen anderen Kram in der Rikscha gelassen zu haben. Ein Blick in Richtung TukTuk half auch nicht viel, da ich weder Kontaktlinsen noch Brille trug! Also lies ich mich noch das letzte Stueck bis zur Wohnung fahren und wunderte mich ein wenig ueber das seltsame Drehmanoever was der Fahrer vor unsere Tuer unternahm. Weil mir alles so seltsam vorkam, warf ich, nachdem ich dem Rikscha-Wala die Kohle geeben hatte, noch einen Blick in meine Tasche und siehe da, mein Gefuehl war richtig: Kamera weg!!! Shit! Also hab ich erstma den Fahrer zu Rede gestellt! Doch der beteuerte seine Unschuld zutiefst und auch in dem abschliessbaren Fach, wo die Fahrer Papiere usw aufbewahren, war nichts zu finden! Statt dessen war der Typ davon ueberzeugt, dass mein israelischer Mitfahrer die Kamera enthaben muss und schlug vor zurueck zum Hotel, wo wir ihn rausgelassen haben, zu fahren. So richtig glaubte ich nicht an die Version, aber der Fahrer meinte sogar gesehen zu haben wie der Isreali mich beklaut habe. ALso ab nach Paraganj! Auf dem Weg mussten wir noch tanken und dazu muessen Insassen der Rikscha immer aussteigen. Als der Fahrer mich allerdings bat, schon ca. 30m von der Zapfsaeule entfernt aus dem gruen-gelben Vehikel auszusteigen, insistierte ich und stieg erst direkt am Zapfhahn aus! Mein Glueck! Denn als ich dann noch mal pruefend um die Rikscha herum ging und nach meiner kamera schaute, fand ich sie an den an den Pedalen liegend! Ich war so wuetend, dass ich dem Kerl vor all den Tnakstellenarbeitern eine geknallt uind ihn lauthals angeschrieen habe. Doch der Fahrer wollte mich immernoch von seiner UNschuld ueberzeugen und wollte mir weissmachen, dass die Kamera aus meiner Tasche rausgefallen sein muesste und dann unbemerkt nach vorne gerutscht! Alles klar! Wers glaubt... Da ich nurnoch nach hause wollte und froh war, dass ich mien gutes Stueck wieder hatte und ausserdem die Tanke in the middle of nowhere war, meinte ich einfach, dass er mich nun nach Hause bringen sollte und gut is. Dies tat er dann auch, aber vor unserem Haus schoss er dann noch den Vogel ab, als er schliesslich noch 100 Rupies von mir verlangte fuer die Fahrt zur Tankstelle und zurueck! War einn dreister Vollidiot. Da hab ich ihm nur die Vogel gezeigt (die Geste kennt hier nur leider niemand) und ihn nochmals als cheater bezeichnet und bin angehauen. WOW. Soooo dreist. Erst klauen, dann luegen wie gedruckt und dann auch noch Kohle dafuer verlangen!
Das war dann das Ende des schoenen Trips in die Berge! Seither bin ich wieder viel vorsichtiger was meine Wertsachen angeht! :)

SO nun noch fuer alle, die mal was Abgefahrenes ueber die Indische Braeuche erfahren wollen:
http://www.spiegel.de/video/ und bei der Video-Suche *Baby werfen* eingeben! Das Land is unglaublich!!!!

Viele liebe Gruesse,

Wibbie